A.C.T "Silence" (InsideOut Music, VÖ: 06.10.2006)

"Silence" ist bereits die vierte Produktion der schwedischen Band A.C.T, 10 kurze Songs und einen langen Track lang. Ola Andersson (g, voc), Peter Asp (b, g), Thomas Lejon (dr), Jerry Sahlin (key, voc) und Herman Saming (lead-voc) haben sich vorgenommen, kein Album wie das andere klingen zu lassen. Keine Ahnung, was die drei ersten CDs so drauf haben. "Silence" ist ein dynamisches, bis in die Haarspitzen durcharrangiertes Melodie Rock Album mit Esprit und Witz.
Könnte man etwa mit Ambrosia vergleichen, nur dass nicht ein Song so verspielt und reich an vertrackten und witzigen instrumentalen Extravaganzen ist, wie bei auf deren ersten beiden Alben. Nein, klingt eher wie ein zeitgemäßer Mix aus Foreigner und ELO, rhythmisch vertrackter als in den 80ern, forscher gespielt, aber voll von süßlichen Melodien und lieblichen Harmonien. Dufter Poprock auf Basis knackigen Hardrocks, der in manchem Song, wie etwa in "into the unknown" oder "no longer touching ground" mit kitschigem Refrain aufwartet, in anderen Songs dafür tolle Chorgesänge präsentiert.
Die Rhythmusarbeit ist in jedem Fall gut gelungen, die Basis stimmt also. Dazu gibt es Glam, Pop und Pomp zum Mitpfeifen. "Call in dead" ist ein flotter Rocker im Geiste Queens. Die rhythmische Variabilität der Komposition ist perfekt arrangiert und lehnt sich mit seinen süßlichen Melodien weit aus dem Fenster. Solange A.C.T keinen Refrain singen, sind die Songs stets kurzweilige und fröhliche Unterhaltung. Der Longtrack heißt "Consequences", besteht aus 9 einzeln anwählbaren Parts und ist deutlich komplexer (und musikalisch aufregender) angelegt als die 10 kurzen Songs.
"Silence" ist ein überraschend flottes Teil mit Witz und Energie. Vorsicht - Ansteckungsgefahr!

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VM



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