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ADVANCED ELECTRONICS FESTIVAL Live am 28.10.2005 im Starclub Dresden
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Ordentlich was auf die Ohren - und in die Beine
Der Name "Advanced Electronics" hat sich zu einer Instanz unter den vielen Electrosamplern gemausert. Kurz nach Erscheinen der vierten Ausgabe gab es die erste Auflage der gleichnamigen Festivals in Krefeld und Dresden.
Los ging's an der Elbe pünktlich um halb neun mit Accessory, einem Duo, das streckenweise leicht an Scooter erinnerte - sowohl was Musik als auch Bewegungen auf der Bühne angeht. Die Meisten der pünktlich erschienen Besucher gönnten sich erst einmal ein Getränk und schauten sich das Treiben auf der Bühne aus Barentfernung an.
Band Nummer zwei war Soman. Wobei Band in diesem Fall nicht korrekt ist, da es sich um ein Solounternehmen handelt. Kolja Trelle ist Soman und wirkt hinter seinem Laptop auch weniger als Musiker denn als DJ, der die Massen zum Tanzen bringen möchte. Die sehr technoiden Rhythmen verführten dann auch einige Bewegungswillige zu ersten Exzessen.
Als nächster Name stand Rotersand auf dem Line-Up und damit das softere Kontrastprogramm zu dem Vorgänger Soman und den Headlinern Fixmer/McCarthy. Nicht mehr unbekannt in der dunklen Szene, u.a. dank des Hits "Merging Oceans", füllten sich nun die ersten Reihen mehr und mehr. Der groß gewachsene Sänger Rasc begrüßte in langem Ledermantel seine Fans und hatte sofort die Sympathien auf seiner Seite. Er freute sich während des ganzen Auftritts, endlich zum ersten Mal in Dresden zu sein. Und diese Freude war es wohl auch, die Rotersand dann noch eine Zugabe spielen ließ, obwohl das Publikum diese nicht wirklich forderte. Sei's drum - vor und auf der Bühne hatte man auf jeden Fall Spaß. Was allerdings die Gitarreneinlage für einen musikalischen Effekt haben sollte, bleibt offen. Auf jeden Fall ein Hingucker zwischen all dem Rechner- und Keyboardequipment des Abends.
23.30 Uhr - höchste Zeit für den mit der meisten Spannung erwarteten Act: Fixmer/McCarthy. Mit den ersten Rhythmen kam sofort richtig Bewegung in die Menge vor der Bühne. Das Duo sorgte mit seinen einerseits an die Zeiten des Old-School-EBM erinnernden, andererseits frischen Beats für Riesenbegeisterung. Mister McCarthy (Ex-Nitz-Ebb) hypnotisierte mit seiner charismatischen Stimme und fegte dabei wie ein Derwisch über die Bühne. Der Mann hat auch nach all den Jahren im Geschäft noch so was von Power. Hut ab. Einen Stagediver, der sich zu lange auf "seiner" Stage aufhielt, schubste er kurzerhand hinunter, dahin wo das Electrovolk ausgelassen feierte.
Gefeiert wurde auch noch nach dem grandiosen Gig des englisch-französischen Headliners bis weit in die Nacht, schließlich stand kein Geringerer als Mr. Ronan "VNV Nation" Harris hinter den Plattentellern.
Fazit des Abends: Klasse Idee, den "Advanced Electronics Sampler" mit Festivals zu begleiten. Vier Bands plus DJ ist auch ein gut verdaubares Package. Allerdings hätte ein wenig mehr musikalische Vielfalt bei der Bandauswahl dem Mini-Festival gut getan. Und somit auch die Vielfalt der Compilation besser repräsentiert.
Advanced Electronics IV
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