aeon spoke - above the buried cry

Hinter Aeon Spoke verbirgt sich die Band von ex-Cynic Sänger Paul Masdival, die jedoch ganz andere Pfade beschreitet als die viel zu früh auseinandergebrochenen Cynic.
Vom jazzig-sperrigen Death Metal ist "Above The Buried Cry" weit entfernt, und wenn sich auch manchmal gewisse psychedelische Nuancen bemerkbar machen - Aeon Spoke machen grundsätzlich "nur" melancholischen, erdigen Rock, von Akustikgitarren und minimalistischer Perkussion getragen. Nie zu aufdringlich, nie zu laut. Ohne Überraschungen, aber für eine angenehme Stimmung sorgend. Damit sind Aeon Spoke zwar zugänglicher, aber auch merklich abwechslungsärmer als etwa Mr. Wilson, der sich mit Porcupine Tree oft genug auf das ein oder andere Experiment einlässt. Wenn man aber über alle von Werbetexten oder Biographien herbeigezogenen Vergleiche der Marke "Porcupine Tree meets The Mars Volta" (Also, von The Mars Volta höre ich hier nix, aber gut...) außen vor lässt, erwartet einen eine solide, komfortable Rockplatte mit ein wenig fehlender Substanz. Und wenn sich Mr. Masdival und Co. in Zukunft dazu entscheiden sollten, mehr auszuprobieren, ihre Stilmittel auch nur ein wenig zu variieren, würde das nicht nur Prog-Assoziationen weniger weit hergeholt erscheinen lassen, sondern auch der Musik selbst zugute kommen.

aeonspoke.com
Timo Karp



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