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An Albatross "The An Albatross Family Album" (Eyeball/Cargo, VÖ: 24.10.2008)
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Die Welt ist nach Mike Patton, Mr. Bungle und Fantomas nicht mehr, was sie früher war. So manche Band im Erbe der teilweise immer noch relativ schräg und wild aktiven soeben Genannten, wie An Albatross, mixt einen illustren Sound aus Noise, Metal, Pop, Punk, Avantgarde, Electronics und Jazz. Solange solcherlei Abgefahrenes, Unkommerzielles gedacht, gespielt und aufgenommen wird, braucht man wohl keine Sorge zum die Zukunft der Rockmusik haben (was hin und wieder ob der Masse an Schwachsinn und Popmusik aufkommt).
An Albatross sind zuallererst wild. Vermutlich haben sie dicke Plattenschränke zuhause, in denen die schrägen Sachen aus 50 Jahren populärer Musik stecken. Die Vielfalt ihrer extravaganten, unvergleichlichen Noisesongs lässt das vermuten. Die mögen John Zorn, Zappa, Captain Beefheart, Hardcore, Electronic, Rock'n'Roll - alles, was nicht in irgendeiner Form kaltschnäuzig oder kommerziell anbiedernd daherkommt. Die Bengels beziehen ihre Inspiration gewiss nicht nur aus Bier und dem 'Kein Bock, ist Wochenende' - Gefühl. Technisch sind An Albatross sehr gut. Ihre Frickelorgien nenne ich lieber nicht progressiv, das kommt in den falschen Hals, obschon Parallelen auszumachen sind.
Gesangsgeschrei, extrem schnell inszenierte Instrumentalflitzereien, punkige Knochenbrecherwitze, erstaunlich ruhige Indie-Flätzereien, gar neoklassische Sounds - die wechseln das Hemd in zwei Minuten drei Mal.
Das Album ist keine 30 Minuten lang. Verarbeitet sind mehr Einfälle als üblich in der populären Musik, die komprimierten, ultraschnell erhitzten "Songs" ratterten wie ein Blitz durch den Gehörgang und lassen einige famose Irritation zurück. Das will gleich noch einmal gehört werden, um die Ideenfülle überhaupt und insgesamt wahrzunehmen.
Nachdem Rockmusik bereits einige tausende interessante Varianten ausgespuckt hat und die Welt schon voll des größten Kraches ist, braucht es wohl ironischen Stresser-Core's, sich selbst noch ins Regal zu sortieren. Und obwohl die Sounds - in aller Unterhaltsamkeit - anstrengen, muss das Dingens von CD gleich noch ein drittes Mal zum Laufen gebracht werden. Was haben die sich dabei nur gedacht? Konnten die sich während der Proben ob des Lärmes überhaupt abstimmen? Haben die keinen Tinnitus? Sind die verrückt?
Definitiv Rock'n'Roll!
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