Cirrha Niva "Liaison de la Morte" (Parnassus 2001)

Meine Hochachtung! Die Prog Metaller Cirrha Niva haben in den tiefsten Tiefen der Hölle lange Sessions mit Devil Doll gespielt. Der Erfahrungsaustausch wurde in diese grandiose, aber zutiefst lebendige Musik gesteckt und hat dabei eine Musikalität entfacht, die ihresgleichen sucht. Zwischen Zirkus-Musik, Heavy Metal, lustigem Liedchen, bösartigem Humor und hinterlistigen Ideen gibt es nichts, was Cirrha Niva fremd wäre. Zuerst: die technische Perfektion hat den TÜV, die Musiker haben ihr Handwerk drauf und die ungewöhnliche Kunst, immerwährend kunstvolle Arrangements zu fügen, ist auch bestätigt. Es macht Spaß, der Musik zuzuhören. So abgründig scheint manche Idee, dass sie als Umkehrschluss zu ihrer Düsternis lustig klingt. Nicht, weil sie billig ist, sondern von tiefsinnigem Humor, feinem Spürgeist für Stimmungen und dem seltsam begeisternden Gefühl, das auch die Italo/Serben Devil Doll auszulösen wissen. Gewiss, so abgedreht wie bei Mr. Doctor geht es nicht zu und ein paar Clichés haben sich in den Prog Metal Sound geflüchtet. Doch davon gibt es nicht zuviel. Cirrha Niva verstehen es, Humor, Jazz-Momente, komplexen Progressive Rock, Folk-Sprengsel und Gruselfilm-Musik der Sechziger einzubringen. Wer die Nase voll hat vom immer Gleichen, wird die Band mögen. Ein Glücksfall der Rockmusik, weil hier weder breitgelatschte Pfade weiter ausgetreten werden, noch die interessanten Einflüsse flach oder vordergründig plärren. Unbedingt reinhören!

VM

www.cirrhaniva.nl


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