Cochise 118 (Metal Mind Records 2014)


Sehr viel Gefühl und doch ein echter Rock-Batzen mit Rotz-Backen, irgendwie die legitimen Nachfolger von Queen, wenn auch nicht ganz so orchestral orientiert, sondern luftiger und dennoch deftiger. Eventuell auch als die Dave Matthewjungs im Turbo-Antrieb zu bezeichnen, schrauben sich Pawel Malaszynski (Gesang), Wojtek Napora (Gitarre), Radek Jasinski (Bass) und Czarek Mielko (Schlagzeug) durch dreizehn ausdrucksstarke Kompositionen, denen gelegentlich der Nimbus der frühen Rush anhaftet, was ich keineswegs als nachteilig empfinde, ganz im Gegenteil, haben die vier doch roten heißen Chilipfeffer im Allerwertesten und sitzen alles andere als apathisch in der Patsche, wenn auch der Namensgeber der Band der wohl berühmteste Apache der Weltgeschichte ist. Hart wie Eichenholz sind die Jungs nur nach außen, im Inneren sind sie weich und empfindsam. Dieser scheinbar unvereinbare Dissens wird durch genial anmutende Bridges in Wohlgefallen aufgelöst, wobei die frischen Ideen der Band sich löblich vom rockenden Einheitsbrei abheben und Appetit auf mehr machen. Ei Guude!

stillalive.cochise.pl
Frank Bender



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