Feed Forward „Upstream“ (Eigenproduktion 2011)

Mit den Füßen zuerst! So kann es gar keine Bauchlandung werden, wenn der Vorwärtsschub gewährleistet ist. Schon mal beruhigend. Mit einer neuen Sängerin, die viel Schmackes in der Stimme hat, ausgestattet, begeben sich die Niederländer in die zweite Alben-Runde – wenn sie schon keine Alpen haben. Der CD-Titel kann durchaus programmatisch gesehen werden, denn kompositorisch machen Patrice (Stimme), Mario (Gitarre), Jan (Bassgitarre), Pi (Schlagzeug) und Job (Keyboards) einen sehr ordentlichen Job. Ihr knapp einstündiges, orchestrales Patchwork aus Prog-Metal und Prog-Rock besitzt einige Ecken und Kanten, geht dabei aber nicht im Frickel-Frackel-Sumpf unter, denn dafür ist es zu homogen strukturiert. Patrice, ganz sicher keine Seusel-Suse, glänzt immer wieder mit ihrer hervorragenden Stimme und verleiht der Band, die samt und sonders aus versierten Musikern besteht, dadurch ein eigenständiges Profil. Abwechslung entsteht durch geschickt eingesetzte Spannungsbögen, balladeske Elemente und handgesägte Riffbretter der gehobenden Klasse. So macht proggen Laune, denn schließlich muss man auslöffeln, was man sich eingeproggt hat. Dieses Album ist ganz nach meinem Geschmack und so bin auf die Note des nächsten Werks, das möglicherweise bereits in der Mache ist, schon ziemlich neugierig. Man darf sich diesbezüglich grundlegende Gedanken machen...

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Frank Bender




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