French TV "#10 - I Forgive You For All My Unhappiness" (Pretentious Dinosaur Records 2010)

Über vier Jahre hat es gedauert, den Nachfolger zu "this is what we do" einzuspielen. Die Platte wurde immer wieder angekündigt und verschoben, von Bandauflösung war die Rede - das so manche Frustration durch die Band gezogen ist, zeigt sich bereits im Titel des 10. Albums.
Und in der Tat zeigt sich die Band mit ihren sechs neuen Stücken müde und platt. Die Energie, sonst stets überaus verrückt und lässig schräg, die die instrumentalen Alben der Avant-Progressive-Rocker bislang (vor allem von #5 bis #9) überaus charmant und liebenswert wie hinreißend und verblüffend gemacht hatte, scheint fast völlig verloren. Dabei hat sich nicht viel geändert. Vielleicht sind die komplexen Songs auf #10 etwas eingängiger und schwerfälliger, aber dennoch doch mit zahllosen Brüchen und witzigen Komplexideen überhäuft. Da ist wohl der Wurm drin.
Die sechs Songs lassen eigentlich nichts vermissen, immer noch ein Abenteuer, dem eigenwilligen, dabei nicht kreischend lauten, sondern eher verschmitzt anarchischen Sound zu lauschen. Doch der Motor klingt alt und unwillig, die Band eingerostet, die Ideen zwar ausgereift, aber nicht mit 100% Energie gespielt. Ein maues Gefühl schleicht sich beim Hören des Albums ein. Als würde jemand heimlich auf die Bremse treten und zähe Schwerfälligkeit über der Band auskippen, schleppt sich Song für Song von Thema zu Thema. Den Hinweis auf dem Innenbackcover auf die Verteilung der US-amerikanischen Finanzen findet sich nach wie vor. Der Geist ist noch derselbe. Es gebricht vielleicht daran, sich immer wieder an ein neues Projekt zu wagen, das selbst in der Progressive Rock Szene kaum große Erfüllung oder Anerkennung bringt.
Dennoch: immer wieder: Empfehlung - - -

frenchtvonline.com
VM



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