GLENN LOVE "Cruel Utopia" (SXDistribution)

Glenn Love ist ein kanadischer Underground-Künstler, der mit seinem vierten Werk "Cruel Utopia" nun erstmals auch in Deutschland auf den Markt kommt. Und Liebhaber elektronischer Ambientsounds dürfen sich schon mal freuen. Denn die sieben Tracks sind allesamt hörenswerte Soundkonstrukte, die den oft eintönigen Produktionen dieses Genres einiges Voraus haben. Auch wenn musikalisch nicht unbedingt miteinander zu vergleichen, so kann man Glenn Love doch in einem Atemzug mit seinen kanadischen Kollegen Bill Leeb und Rhys Fulber (Frontline Assembly) nennen. Die haben nämlich mit den frühen Werken ihrer Nebenprojekte Delerium und Will schon ähnliche Klanglandschaften gezaubert. Dunkel und geheimnisvoll, sphärisch und groovend ziehen die Tracks auf "Cruel Utopia" ihre Bahnen. Fließen zwischen Trance, Dark Electro und Ambient. Wie undurchschaubare Nebelschwaden treibt ein mysteriöser Rhythmus durch die Songs. Auf ihm gleitet man angenehm durch das Bild Musik, welches Glenn Love vor Augen und Ohren des Reisenden entwirft. Denn der Künstler verarbeitet nicht einfach nur fertige Loops und Samples. Er programmiert noch jeden Ton selbst, wie ein Maler, der seine Farben selber herstellt. Und erstaunlicherweise finden sich auf Glenn Loves "Cruel Utopia" einige Parallelen zu den instrumentalen Songs des Albums "This Utopia" von Spylab. Großartig! (zu bestellen unter sxdistribution.de)

Lars



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