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The Gourishankar "2:nd Hands" (Unicorn Digital 2007)
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Eine weitere Band aus russischen Weiten, die beim kanadischen Label Unicorn Digital untergekommen ist, was die Progressive Rock Fans des globalen Dorfes an ihren Ideen teilhaben lässt. The Gourishankar sind ein "normal" besetztes Quartett mit drei Gästen. Mit mystischem, etwas unheimlich klingenden Beginn intonieren The Gourishankar 10 Minuten lang, was ihrer Meinung nach unter "Moon7" zu verstehen ist. Weitgehend, fast komplett instrumental, gibt es einen Stilmix aus symphonischem Neoprog und ultrakomplexem Progressive Rock. Die fast klassisch unmutenden Motive haben Dynamik und Energie, sind druckvoll eingespielt worden und faszinieren mit ausgefallenen Komplexverschachtelungen und jazztriefenden Gitarrensoli. Einen Augenblick später beginnt "Endless Drama" als Diskopop mit den dafür typischen Billigkeyboardsounds. Der Titelname ist jedoch falsch angesetzt, das Drama endet noch im Stück, daraus wird eine symphonisch vielschichtige Note, die schließlich immer wieder einmal aus ihren Jazzvocals in Poptingeltangel kippt. Glücklicher Weise bleiben wir nachfolgend von ähnlichen Experimenten weitgehend verschont. Nach dem härteren "Queer Forest", das wieder ins Komplexe rast, wird die kaum zweiminütige, klassisch inspirierte Pianonummer "Taste a cake" gespielt, ein Cello darf zwei kurze Nuancen einbringen - sehr schön.
"The Inexpressible Chagrin" beginnt mit einem folkloristisch-mystischen Motiv, das in modernen poppigen Rhythmusspielereien aufgeht, bis es sich zum Symphonic Rock bekehrt. "Syx" und "…End" machen zusammen 19 Minuten voll, haben tiefe Melancholie, einige popverspielte Rhythmusideen und wieder diese symphonische und komplexe Progressive Rock Sprache, bis dann das 18-minütige "Marvelous Choice" ansetzt, das ein unglaublicher Mix aller bisher angesprochener und zu hörender Typen ist. Die programmierten Rhythmen (neben dem "echten" Schlagzeugsound) lockern die symphonische Epik auf, verschwinden in erregten Partien, um dem Schlagzeug allein die Führung zu lassen. Die ersten 4 Minuten bleiben instrumental, dann setzt ein lustiges, aber gut zu verstehendes Englisch an, bisher war das Stück zwar interessant, aber nicht ausgefallen. Dahin tendiert der lange Track nach den Lyrics, wo sich, erst unmerklich oder kaum bemerkbar, eine stete Spannungssteigerung in die vielschichtigen, symphonisch schön klingenden Motive legt, bis eine balladeske Passage plötzlich eine kaum nachvollziehbare Komplexität gebiert, die einen grandiosen und langen Höhepunkt hat und damit einmalig ist. Danach schwillt die Energie wieder ab und trotz energischer und harter Passagen fließt der Song wie ein heißer Melancholieguss episch dahin. Wahrhaft beeindruckend!
Nach 71 Minuten und 11 Sekunden ist das 8-teilige Album am Ende angekommen. Die Poprhythmen und das zweite Stück hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck. Dennoch sei das Album Prog Fans zu empfehlen, weil in den langen Stücken die geliebten Komplexorgien zu großer Energie auffahren.
Tipp!
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VM
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