SOLITARY EXPERIMENTS "Mind Over Matter" (Out Of Line) VÖ: 12.09.2005

Der Name Solitary Experiments schwirrte irgendwie schon länger im Unterbewusstsein des Rezensenten umher. Umso erstaunlicher ist es, dass erst jetzt eine Platte dieser Combo in seinen Händen landet. Gibt es das Trio doch schon seit mehr als zehn Jahren, in denen nicht weniger als sechs Alben entstanden sind.

Der Bandname - "Einsame Experimente" - mag in den Anfangstagen durchaus seine Berechtigung gehabt haben. Inzwischen experimentiert die Kapelle wohl nicht mehr an einem entlegenen Örtchen, sondern hat ihren Stil gefunden. Tanzbarer Electro, der aus Synthie-/Future-Pop-Elementen gespeist wird, aber durchaus auch (softere) EBM-Anleihen aufweist. Eingängigkeit ist dabei trotz peitschender Beats immer oberstes Gebot. Dazu passt wunderbar die - je nach Songstimmung - zwischen warm und rau changierende Stimme von Dennis Schober. "Delight" ist in seiner Mischung aus Emotion und Rhythmus das klassische SE-Songbeispiel. Dass man auch ruhigere Töne anschlagen kann, zeigt u.a. das instrumentale "Counterpart".

Solitary Experiments haben mit "Mind Over Matter" ein Album am Markt, das sich in seiner Professionalität nicht hinter den vermeintlich Großen des Genres zu verstecken braucht. Wer solide gemachten Electro mag und nicht unbedingt auf der Suche nach DER Innovation ist, der sollte den Namen Solitary Experiments nicht nur im Unterbewusstsein abspeichern.

solitaryexperiments.de
Stefan



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