Um in der Popwelt nicht den Kopf sowie das gesamte Ansehen zu verlieren, haben sich Genesis unter dem Namen Unifaun reformiert, alten Ideen erneut nachzuhängen. Phil Collins war nicht dabei, als Schlagzeuger, und einen Frosch hat er sich (ebenso wie Peter Gabriel) in den Hals operieren lassen, auf dass die Stimme nicht so sehr auffalle. Sie haben zwei Typen in Schweden gefunden, die den progressiven Milli Vanilli machen, so kommt die Musik bei den richtigen, den potentiellen Fans an und die große Welt reagiert nicht konsterniert und blöde. Oder ist das alles ganz anders?
Höchstwahrscheinlich sind Nad Sylvan (voc, g, key, dr) und Bonamici (key, b, perc) tatsächlich [im Ernst!] die Musiker, die sich die 12 Songs auf "Unifaun" ganz im Geiste alter Genesis (mehr oder weniger) selbst ausgedacht haben. Die Songs können, genau betrachtet,
mit den alten, originalen, längst nicht mithalten. So wird das schwedische Duo doch wohl selbstständig den Genesis machen und der Schatten auf dem Cover ist nicht der aus dem großen Britannien herüber geschwommene und heimlich in Schweden gelandete Peter Gabriel, sondern der Geist des guten Willens, der sich den dunklen Mantel der Verschwiegenheit über die Schultern gezogen hat. Oder spinnt der Mantei schon wieder?
Wenn der Mantei was mal sagen darf, bescheinigt er diesem Projekt nicht viel Gutes: zu sehr auf Genesis gemacht. Rockt nicht. Unpersönlicher Clone. Nicht originell!
Der Unterschied zwischen, um mal aktuell zu bleiben, Moth Vellum und Unifaun ist der, dass Moth Vellum sich intensiv von ihrem Vorbild (Yes) haben inspirieren lassen, während Unifaun ein genetischer Clone (Genesis) ist, der nix anderes kann, als vom Original abkupfern, wenn auch, das sei zugestanden, handwerklich und technisch gut gemacht.
Also, würde Dieter van Gelder sagen, nicht schlecht wirklich. Aber auch nicht gut wirklich.
unifaun-music.com
progressrec.com
VM
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