Climate Of Earth (Vital Records 2004)

Es gibt nichts, was es nicht gibt, gibt es nicht?!? Zwei japanische Musiker, Taro Matsuda (key, programming, Logdrum, vox) und Sanjin Syugetsu (rhythm programming) haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Klima verschiedener Weltzonen in musikalischen Klang zu kleiden.
Die 5 Tracks auf der CD machen rund 25 Minuten voll. Den Titeln der einzelnen Weltzonen sind ethnische Gesänge und Sounds untergemixt, urbane Gesänge, Trommelzauber, Tierlaute. Die beiden Musiker spielen dazu elektronische und rhythmisch ethnische Sound, als wollten sie dies als Voodoo gegen Stürme oder andere natürlich Unbill anwenden.
"Indonesian Frog (from Indonesia)" macht den Auftakt. Die aus dem Off gezauberten Stammesgesänge sind mantragleich, dazu die Rhythmen, ein toller, aber etwas beliebiger Dokumentalsong. "Miko (from Japan)" hat teilweise den fetten Technorhythmus abgekriegt und nervt somit. Ansonsten ist die harmlose Naturweise ganz hübsch und nicht weiter von größerem Belang. "Sand Dance (from Maghreb)" trifft den ethnischen Klang wieder sehr gut. Erstaunlich, wie genau Taro und Sanjin den Folkloren zugehört haben. Leider gibt es wieder Technorhythmus und seltsam öde Keyboardspritzer dazu. Na ja! "Nazka (from Peru)" ist sehr mystisch und zerflossen. Ein tolles Stück mit viel Charakter, irgendwie unbestimmbar. Der letzte Track heißt "The Earth's Crust (from Pacific Basin)", klingt toll und spannend, bis der Technorhythmus, da ist er wieder, auftrumpft und das Liedchen banal und blöd macht.
Als Voodoo gegen Stürme dürfte diese CD nichts ausrichten können, der eigene Sturm hält sich in engen Grenzen. Aber Technofans mit Sinn für ausgefallene Worldmusic-Motive können sicher Gefallen an "Climate Of Earth" finden.

musicterm.jp/poseidon/
VM



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