Eloa Vadaath „Dead End Proclama“ (Eigenproduktion 2012)

„Auf dass der Tod Euch holt, was Ihr Euch am Ende nicht selbst holen könnt!“ So oder ähnlich mag es dem ergehen, der die Texte der Band Eloa Vadaath, die englische, französische und lateinische Titel haben, ergründen möchte. Musikalisch ist die Band Spiral Architect und Watchtower auf tot ODER Sadist/Ephel Duath sp-zwei-hybridisiert ODER Sleepytime Gorilla Museum und Unexpect huckepack im Quadrat, könnte man sagen. Während der verhaltenen Passagen kommt stellenweise noch ein Spritzer Tool hinzu. Absolut genial dabei ist die komplette Instrumentalfraktion; allesamt Spitzenkönner: Marco Paltanin (Solostimme, Gitarren), Lorenzo Fabbri (Gitarren), Riccardo Paltanin (Violinen), Nicolò Cavallaro (Bass and Grummelstimme) und Mirko Cirelli (Schlagwerk) entfachen ein tönerndes bzw. törnendes Flammenmehr, in dem man sich am liebsten häuslich einrichten möchte, weil es so erquicklich ist. Avantgardistischer Death Metal, der trotzdem nach vorne losgeht, aber aufzeigt, in welche Richtung Stravinsky, Bartok und Mussorgsky heute womöglich komponieren würden. Geige und Gitarren liefern sich heftigste, miteinander um die Wette meandernde Arpeggio-Ohrgien während ihrer pagani-nie-(r)-enden Odyssee durch verschiedenste Ton- und Taktarten, die Rhythmusgruppe diffusioniert adäquat differenziert und pariert das Saitengezirpe unprätentiös platiniert, aber in keiner Weise patiniert. Bei Eloa Vadaath handelt es sich damit quasi um echte Missing Links, so genannte Meandertaler, die leider aufgrund ihrer Antikommerzialität nicht eben viele Taler verdienen werden. Mir, wie vermutlich vielen anderen Avant-Fans, geht bei solcher Musik aber das Herz auf, das isst Ware Kunst. Surrealistic Metal at its best!!!

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Frank Bender




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