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The Locust "Safety Second, Body Last" (Ipecac Recordings 2005)
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10 Minuten und 12 Sekunden lang ist die CD. Zwei Tracks sind zu hören, jeweils aus 5 Parts bestehend. Doch was The Locust anbieten, reicht aus. Gewiss wird es Freaks geben, die von der intensiven Kost dieses rockmusikalischen Unternehmens nicht genug bekommen werden können, doch das wäre nur mehr, nicht intensiver.
Was gibt es? Avantgarde Metal, der sich aus crimsonesker Heavyness und Schräglage, Mr. Bungles gefährlicher Abstraktheit, metallischer Härte, Post-Hardcore-Schreigesang, explosiver instrumentaler Wildheit und kompositorischem Wahnwitz zusammensetzt.
Alles in allem, hier ist ordentlich was los. Und wer Spaß dran hat, geht auf Repeat, so gibt es die Dröhnung gleich noch mal. Doch längst ist nicht alles laut bei The Locust. Die Band geht ihr Universum sehr diffizil an. Das Gefährliche an "Safety Second, Body Last" ist die Unruhe, die das Teil ausstrahlt. Da kann alles in jeder Sekunde passieren. Es kann implodieren zu völliger Stille, explodieren zu tonalem Krieg, oder sich in quasi geisteskranker Anormalität verlieren. Die Jungs haben es drauf, wirklich angenehm zu unterhalten! Obschon nur 10 Minuten, ist der Erfahrungswert enorm hoch. Eben noch doomt es deftig, da explodiert es zum Ultrakomplexprog und hechtet im gleichen Moment zu Freejazzavantgarde, nein, in eine wilde Form von Hardcore. War es schwer, das einzuspielen? Mit Sicherheit. War es spannend? Wohl. Hat es Spaß gemacht? Was, wenn nicht das!
File under steht auf dem Presseblatt. Und nach dem Doppelpunkt steht da: Grindcore Screamo. Na gut, man kann das Baby nennen, wie man will. Hauptsache, es bringt Freude ins Gebäude, gell?
Unbedingt ganz anhören!
ipecac.com
VM
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