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Metamorphosis "Dark" (Progrock Records 2009)
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Seit 2002 veröffentlicht der Schweizer Musiker Jean-Pierre Schenk unter dem Namen Metamorphosis. "Dark" ist bereits die vierte CD des Multiinstrumentalisten, der sich von Roger Burri und Olivier Guenat begleiten ließ. An den Arrangements haben die beiden Gitarristen auch mitgearbeitet, die Kompositionen stammen von JP Schenk himself.
Sofort mit den ersten Tönen zeigt sich das musikalische Vorbild, der Einfluss. (Vor allem spätere) Pink Floyd haben sich tief in JP Schenk verewigt. Es gibt keine Covertracks, vielleicht auf Vorgängeralben, hier nicht. Und die 8 überwiegend längeren Songs kommen dem Vorbild nicht zu nahe, der Einfluss ist dennoch stets zu hören. Zudem scheint ein Endsiebziger Eloy-Echo durch, das sich in den Gesangsarrangements, im Rhythmus und den Harmoniearrangements zeigt.
Die beiden Gitarristen haben das Feld erstaunlich weit für sich erobert, spielen laut und hart und bestimmen über weite Flächen nicht nur die instrumentalen Seiten der Songs. Im Opener "Song for my son" geht es recht hart zur Sache, Olivier Guenat weiß nicht nur interessante Soli zu spielen, er führt die Keys und hält sie in Schranken. In späteren Songs drückt sich JP Schenk stärker durch und füllt episch weite Flächen mit typischem PF-Sound. Das Schlagzeug powert kräftig, ist schön laut eingemixt, hat weniger technische als emotionale Qualitäten und unterstützt die quasi psychedelischen Strecken mit Druck und Energie.
Die Kompositionen sind nachvollziehbar und recht eingängig. In den langen Tracks gibt es immer wieder überraschende Ideen und aufwendige Partien zu hören, ohne dass progressive Komplexität aufrauscht. Der Sound späterer Pink Floyd klingt immerwährend durch, hat hier viel mehr instrumentalen Spielraum als bei der zuerst geschrumpften, sich dann intern und öffentlich auseinandersetzenden und schließlich aufgelösten britischen Band.
Metamorphosis liefert in den langen Instrumentalparts das, was um "The Wall" vermisst wurde, episch Instrumentales. Pink Floyd Süchtige werden "Dark" hassen wie lieben. Die CD klingt ihrem Gott verwandt, ohne dieser wirklich zu sein. JP Schenk hat sich zwar nah an die alte Band gepflanzt, aber seinen eigenen instrumentalen Ansatz, seine eigene Stimme - und auch die Gitarrensounds sind nicht dieselben. Unabhängig von PF ist es schwer, "Dark" zu bewerten. Weil einem Jeden, der in diesem Rock-Genre zu Hause ist, beim Hören zuerst diese Band als Vergleich in den Sinn kommt. Ob ihr "Dark" mögt, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Die Platte ist interessant eingespielt, hat tolle Ideen, ohne wirklich unabhängig zu sein.
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VM
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