Project Creation "Dawn on Pyther" (Progrock Records, VÖ: 08.02.2008)

Der Planet Pyther wächst. Teil zwei der auf vier CDs angelegten Saga der neuen Zivilisation auf dem frisch eroberten Planeten kommt in die Läden.
Multiinstrumentalist Hugo Flores samt Gastmusikern und mehreren Sängern als verschiedenen Charakteren und Geschichtenerzählern gehen im zweiten Part der phantastischen Story instrumental wieder stilübergreifend vor. Einflüsse von symphonischem Progressive Rock treffen auf verwirrend vielschichtige, dabei nicht immer logisch klingende, weil aufgesetzt wirkende komplexe Popstrukturen. Metal, Ambient, Pseudo-Klassik und Electronic fließen in die epischen Tracks ein.
Die Story ist umfassend, so gibt es viel zu singen. In den überwiegenden Vokalparts geht es sehr liedhaft zu, wenn Keyboards und teilweise programmiertes, differenziertes Schlagzeugspiel dabei auch keineswegs leicht oder schlicht klingen. Lange Instrumentalpassagen sind nicht zu hören, zwischen den vokalen Parts gibt es sicher symphonisch fließende Parts, die aber nicht von melodischer, sondern harmonischer Komplexität sind. Teilweise habe ich den Eindruck, dass die dicke Musikschicht etwas viel für die Story ist, was Neoprog-Fans freuen wird, die in Keyboards getunkte Musik lieben.
"Dawn on Pyther" ist vor allem von schwerfälligen, dicken Synthesizerarrangements bestimmt. So klingen viele Passagen sehr laut, ohne aber hart zu rocken oder überhaupt Rock zu sein. Das Werk klingt wie eine symphonische Pop-Oper, ein wenig zu ernsthaft erzählt und instrumental überladen, ohne dabei wirklich Progressive Rock zu sein.
Das ambitionierte Projekt nutzt moderne, zeitgeistige Sound und Klänge und wird gewiss die Fangemeinde elektronischer Musik, die Metal, Pomp und Bombast nicht abgeneigt sind, mit seinem Schönklang einnehmen.

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VM



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