Hier haben sich Dream Theater tief ins Bewusstsein eingegraben! Im Grunde sind Sun Caged besser als genannte Combo, weil sie nicht, wie diese, zunehmend Spannung vermissen lassen, sondern heftig wildern. Zudem haben sie sich keinen solchen Eunuchen ans Mikro gestellt. Die Holländer sind begabte Handwerker an ihren Instrumenten, was sie in den langen, knüppelhart-komplexen Prog-Metal-Exzessen stets zu beweisen wissen. Dennis Leeflang (dr), Marcel Coenen (g), Rob van der Loo (b, Ex-Rock Fiction/Agony), André Vuurboom (voc, Ex-Jera, Imperium) und Joost van den Broek (key) haben sich 2002 in dieser Besetzung eingefunden, die Welt des Prog Metal zu retten. Ihre Einflüsse weisen eine größere Palette auf: Fusion, Jazz, Death Metal und atmosphärisch/ambiente Musik hat es den Jungs ebenso angetan. Die Vielseitigkeit ist in den Soli zu hören, wenn die Gitarre, unglaublich schnell gespielt, Jazz-Harmonien präsentiert, was im metallischen Härtegrad aber kaum auffällt und eher als besondere harmonische Note durchgeht. Zwar bedienen Sun Caged einige Clichés, ohne aber in die Senfpötte zu treten, die allerorten herumstehen. Mit Witz und Intelligenz wissen sie ihre vor Energie, Rauheit, Kraft und Komplexität strotzenden Songs abzufeuern. Selbst die balladesken Motive sind nicht so seicht gestrickt wie im Metal üblich, die Kompositionen haben es in sich und das ganze verbandelt ein geschicktes, lebhaftes Arrangement. Sun Caged geben, und das als junger Nachwuchs, Qualität vor.
VM
suncaged.com
lionmusic.com
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